Der Weg und die Bäume
Fortschritte mit der "Dicken Bertha"
Auf dem Weg komme ich wieder an der Brücke über den Rothbach vorbei. Klick! Nicht uninteressant bei Nebel. Die Sonne kommt gerade heraus und erst jetzt steigen die Nebel aus den Wiesen und Feldern auf. Das Licht ist weich. Hoffentlich hält das noch so lange an, bis ich den Weg und die Bäume erreiche.
Da ist es auch schon, mein fotografisches Tal der blauen Blume, der Shangri La der digitalen Daguerreotypie. Der richtige Standort ist schnell gefunden. Das Stativ wird heute aufgestellt! Die Stabilität ist mir heute auch schon deshalb wichtig, weil ich verschiedene Filmsimulationen ausprobieren und vergleichen möchte. Ja, ich mache auch RAW-Bilder, aber ich empfinde es als sehr elegant, wenn das perfekte Ergebnis auch ‚straight out of camera‘ zu haben ist.
PORTRA160 gefällt mir am besten. Check-In für das Mittelformatteilprojekt von Projekt 12!
ACROS, also Schwarzweiß könnte einen bewölkten Himmel vertragen. ULTRAMAX ist mal wieder zu bunt und zu bläulich. Das Ergebnis mit CHROME BYPASS landet sofort im Papierkorb des PC.
Von dem PORTRA160-Bild fertige ich ein zusätzliches Crop an. Den ersten Baum könnte man auch „anschneiden“ und so den welligen Weg deutlicher in das Bildzentrum rücken. Das GF 100-200mm wäre dafür jetzt genau richtig, aber dieses Objektiv steht noch im Geschäft oder Online-Shop…
Notiz an mich selbst: OIS ausschalten, wenn die Kamera auf dem Stativ steht! Wobei es auch ganz gut mit eingeschaltetem Stabilisator funktioniert hat…
Als ich fortgehe, drehe ich mich noch einmal kurz um. Die Sonne scheint sehr schön durch die kahlen Bäume und wirft Schatten in den Bodennebel. Sehr schön. Klick. Klick! Leider stören nur die Hochspannungsleitungen und Gebäude im Hintergrund. Vielleicht ist mir der Herr der Nebel beim nächsten Mal auch dabei gnädig…